FAQ

Hier finden Sie Antworten zu Fragen, die sich häufig bei der Planung eines neuen Stadtteils stellen.

Basel erhält einen neuen, vielfältigen Stadtteil: Dreispitz Nord – drei Tramhaltestellen vom Bahnhof SBB entfernt – bietet künftig 800 Wohnungen, Büroflächen, zwei öffentliche Stadtparks, eine neue Sekundarschule, einen MParc und OBI in der heutigen Grösse und einen bunten Mix aus Cafés, Restaurants und kleinen Läden. Fussgänger:innen und Velofahrende haben hier Vorrang, der öffentliche Raum wird autofrei sein. Im Dreispitz Nord wächst das Quartier Gundeldingen im östlichen Teil weiter und gewinnt attraktive Lebens- und Grünräume dazu.

Die Hälfte der Aussenbereiche wird Grünraum sein: Das sind über 12’000 m2. Die Margaretha Merian-Anlage wird eine öffentliche Parkanlage – ohne Unterkellerung oder Einstellhalle etc. Das heisst, Bäume mit tiefen Wurzeln können dort wachsen. Auch der Park auf dem Dach ist so konzipiert, dass Bäume gepflanzt werden können.

Heute ist das Gebiet in erster Linie ein Einkaufszentrum ohne Bezug zum Quartier. In Zukunft gibt es dort viel mehr: attraktive Wohnungen, eine Sekundarschule und vor allem viel Grün- und Freiraum, der die Wohnqualität des Gundeli steigert und das Stadtklima verbessert. Die Verbindung zu den Naherholungsgebieten Grün 80 und Merian Gärten wird ebenfalls optimiert. Die Neubauwohnungen sind eine grosse Chance für das Quartier Gundeldingen, weil auch preisgünstiger bzw. gemeinnütziger Wohnungsraum gefördert wird.

Im September 2020 haben die Projektverantwortlichen der breiten Öffentlichkeit das Richtprojekt Dreispitz Nord vorgestellt. Dieses dient als Grundlage für den Bebauungsplan, die Umweltverträglichkeitsprüfung sowie den städtebaulichen Vertrag. Im Sommer 2022 werden die öffentliche Planauflage des Bebauungsplans und der Umweltverträglichkeitsbericht bereit sein. Der Parlamentsbeschluss wird voraussichtlich 2023 erfolgen. Damit wäre der Bebauungsplan 2024 rechtskräftig. Anschliessend kann die Bauprojektierung für die erste Etappe starten. Mit konkreten Baumassnahmen ist ab 2026 zu rechnen.

Meilensteine

Der reibungslose Betrieb von MParc und OBI ist für die Genossenschaft Migros Basel ein wichtiges Anliegen. Während den Bauarbeiten bleibt das Einkaufszentrum für die Kundschaft geöffnet.

Die Projektverantwortlichen streben einen sinnvollen Wohnungsmix und eine gute Durchmischung der Bewohnerschaft an. Dank des breiten Angebots sollen sich Personen in jedem Lebensabschnitt und unabhängig vom Einkommen hier eine Wohnung leisten können. In Dreispitz Nord sollen sich Menschen mit schmalem Budget ebenso zu Hause fühlen wie jene mit grösserem Portemonnaie.

Es ist vorgesehen, die Stadthäuser im Eck Reinacherstrasse / Münchensteinerstrasse an genossenschaftliche Wohnbauträger abzugeben und damit preisgünstigen, bzw. gemeinnützigen Wohnungsbau zu fördern.

Dreispitz Nord wird ein Quartier der kurzen Wege: Weil Einkaufen, Arbeiten, Lernen, Wohnen und Erholen hier möglich ist, braucht man vor Ort gar kein Auto. So wird autoarmes Wohnen möglich. Fachleute verstehen unter «autoarm» die Ziffer von 0.5 Parkplätzen pro Wohnung. In der Stadt Basel ist dieser Wert bereits unterschritten, weil sich der Trend vom eigenen Auto zum Carsharing oder zum Velo verlagert. Gemäss der kantonalen Parkplatzverordnung wäre ein Parkplatz pro Wohnung zugelassen. Für die zusätzlichen Wohn- und Arbeitsnutzungen sind maximal 662 Parkplätze geplant. Die neuen Fuss- und Velowege, Carsharing-Möglichkeiten und die rund 4000 Veloparkplätze fördern das «autoarme» Wohnen. Schliesslich ist Dreispitz Nord bestens an den ÖV angeschlossen, nur drei Tramstationen vom Bahnhof SBB entfernt.

Für die 1’400 neuen Wohn- und Arbeitsnutzungen sind Parkieranlagen mit maximal 662 Plätzen geplant. Dank diesem Angebot müssen die künftigen Bewohner:innen, die auf ein Auto angewiesen sind, nicht in den angrenzenden Strassen Parkplätze suchen. Weil genügend Parkplätze in den verschiedenen Parkings vorhanden sind, wird der Parksuchverkehr nicht zunehmen.

Gemäss Verkehrsgutachten ist künftig mit 2’700 weiteren Autofahrten pro Tag zu rechnen (heute 8’200, künftig 10’900 Fahrten). Diese entstehen durch die neuen und zusätzlichen Nutzungen auf dem Areal, hauptsächlich durch die neuen Bewohner:innen. Berechnungen zeigen, dass die zusätzlichen 662 Parkplätze für die Wohn- und Arbeitsnutzungen nur wenig Mehrverkehr zum bereits bestehenden Verkehrsaufkommen erzeugen aus folgendem Grund: Ein Miet-Parkplatz für eine Wohnung oder Dienstleistung verursacht weniger Autofahrten als ein täglich x-fach belegter Parkplatz eines Einkaufszentrums.

Mit der Öffnung des Quartiers zur Reinacher- und Dornacherstrasse wird das Gundeli nach Osten hin besser zugänglich. Zudem ist die Verlegung der Tramhaltestelle «MParc» geplant. So könnte die Anbindung weiter verbessert werden.

Im Dreispitz Nord soll möglichst viel freie Fläche in Grünanlagen umgewandelt werden. Die innovative Lösung, das Schulhaus auf der Dachfläche des MParc zu bauen, spart Platz. Die Schule kommt auf jenen Bereich des künftigen MParc zu stehen, der bis auf den Boden neu gebaut wird. Statische Schwierigkeiten können so von Anfang an umgangen werden. Der Standort Dreispitz Nord eignet sich ausserdem über die gesamte Stadt gesehen ideal für ein weiteres Sekundarschulhaus. In Kombination mit dem Jugendtreff und den Sportflächen im Aussenraum belebt die Schule diesen neuen Stadtteil und sorgt für eine gute Durchmischung der Generationen.

Bei der geplanten Schule handelt es sich um eine Schule der Sekundarstufe I. Die Schüler:innen sind somit zwischen 12 und 15 Jahre alt. In diesem Alter ist eine Überquerung der Reinacherstrasse problemlos. Für den Abschnitt der Reinacherstrasse zwischen Münchensteinerstrasse und Dornacherstrasse ist ausserdem geplant, das Tempolimit von derzeit 50 km/h auf 30 km/h herabzusetzen.

Der kantonale Richtplan rechnet bis zum Jahr 2035 mit einer Bevölkerungszahl von rund 220’000 (Stand Juli 2021: 201’156). Die Nachfrage nach Wohnraum soll möglichst im Stadtkanton befriedigt werden. Wenn neuer Wohnraum gebaut wird, gilt der Grundsatz: Bei möglichst hoher Lebensqualität wird die Siedlung nach innen verdichtet und wächst an geeigneten Stellen in die Höhe. Dreispitz Nord, das sich vom reinen Gewerbegebiet zu einem neuen Stadtquartier wandelt, bietet hierfür beste Voraussetzungen.

Um das im Richtplan definierte Wachstumsziel von 220’000 Menschen sowie das Angebot an preisgünstigem Wohnraum zu erreichen, sind zwingend weitere neue Wohnungen bereit zu stellen. Indem man einstige Industrie- und Gewerbeareale in Wohngebiete umwandelt, vergrössert sich das Angebot an Wohnungen, auch an  preisgünstigen. Schliesslich haben die Arbeitsplätze in den letzten zehn Jahren im Vergleich zu den Wohnungen viel stärker zugenommen und damit auch die Zahl der Pendler:innen. Um diese Fehlentwicklung zu bremsen, muss das Angebot an Wohnungen mit der Entwicklung der Arbeitsplätze Schritt halten.

Die Höhe ergibt sich aus den baurechtlichen Möglichkeiten (Lichteinfallswinkel und Schattenwurf), aus städtebaulichen Überlegungen (z.B. Massstäblichkeit) und aus dem Ziel, möglichst viel attraktiven Wohnraum auf kleiner Fläche realisieren zu können. Nur wenn in die Höhe gebaut wird, kann am Boden üppige Grünfläche entstehen. Das Projekt schafft beides: Wohn- und Grünraum.

Der rechtlich massgebliche, sogenannte «2-Stunden-Schatten» der drei Hochhäuser fällt hauptsächlich auf das Bahnareal sowie auf die Münchensteinerstrasse. Die drei Hochhäuser verschatten sich zudem selber leicht. Die Lage im Areal und innerhalb der Stadt eignet sich daher ausgezeichnet für den Bau von Hochhäusern.

Die Höhe ergibt sich aus den baurechtlichen Möglichkeiten (Lichteinfallswinkel und Schattenwurf), aus städtebaulichen Überlegungen (z.B. Massstäblichkeit) und aus dem Ziel, möglichst viel attraktiven Wohnraum auf kleiner Fläche realisieren zu können. Die Gebäude weniger hoch zu bauen, würde bedeuten, die geplanten Grünanlagen deutlich zu verkleinern, um die gleiche Anzahl Wohnungen realisieren zu können. Nur dank der Hochhäuser ist die Margaretha Merian-Anlage so überhaupt möglich.

Mit dem Projekt Dreispitz Nord kann das Gundeli erweitert werden. Die Hochhäuser kommen auf einer bisher kaum genutzten Fläche zu stehen, die heute nur bedingt zugänglich und nutzbar ist. Dichte begünstigt lebendige Nachbarschaften. Denn das Stadtgefühl entsteht erst durch eine gewisse Dichte. Dabei spielen die Rahmenbedingungen für eine angemessenen Dichte eine wichtige Rolle: Hat es genügend Grün- und Freiflächen? Stimmt der Mix mit Läden, Gastronomie, Büros und Dienstleistungen? Wie steht es mit der Mobilität? Die innere Entwicklung erfolgt beim Dreispitz Nord auf einem heute versiegelten, weitgehend unbebauten Boden, verdrängt keine bisherigen Wohnungen oder Gewerbe und zerstört auch kein Kulturland. Welcher Ort wäre also besser geeignet als das Dreispitz Nord?

Die geplante Entwicklung im Dreispitz Nord wird sich besonders auf den östlichen Teil des Gundeli auswirken. Damit diese Entwicklung für das Quartier seinen Mehrwert voll entfalten kann, pflegen die Planungspartner:innen seit Projektstart den Dialog mit Vertreter:innen von Quartierorganisationen. Das Ziel ist, die Quartierinteressen bestmöglich einzubeziehen.

Die Eigentümerin des gesamten Dreispitz Areals und somit auch des Gebiets Dreispitz Nord ist die Christoph Merian (CMS) Stiftung. Die CMS fördert mit ihren Projekten den sozialen Zusammenhalt, die kulturelle Vielfalt und den sorgfältigen Umgang mit der Natur in der Stadt Basel. Die Genossenschaft Migros Basel (GMBS) ist seit vielen Jahren Baurechtsnehmerin und betreibt auf dem Gebiet des Dreispitz Nord den MParc und OBI. Gemeinsam mit dem Kanton Basel-Stadt treiben die Projektverantwortlichen der CMS und der GMBS die Planung voran.

Nehmen Sie Kontakt
mit uns auf

Falls Sie noch weitere Fragen zur Planung des neuen Stadtteils Dreispitz Nord haben, senden Sie uns bitte eine Nachricht mit dem folgenden Kontaktformular! Ihre Frage wird so rasch wie möglich beantwortet.

Nehmen Sie Kontakt
mit uns auf

Sind bei Ihnen aufgrund Ihres Besuchs dieser Website Fragen aufgetaucht?